Jahresschwerpunkt ACHTSAMKEIT im Schuljahr 2020/21



Im Mittelpunkt der Achtsamkeit steht die

Wahrnehmung!

Es geht darum, den Moment wachsam und neutral zu erleben, ganz ohne Bewertung. Mit Übungen zur Achtsamkeit lernt man, seine Wahrnehmung zu lenken und somit alles Unwesentliche auszublenden.

Achtsamkeit ist eine gute Basis für..
- Emotionale Selbstregulation
- Verringerung von Stress
- Stärkung der Sozialkompetenzen
- Förderung der Konzentration
- Erhöhung der Aufmerksamkeitsspanne
- Steigerung des Wohlbefindens
In der Ruhe liegt die Kraft!

Achtsamkeit bedeutet also ganz bei sich selbst zu sein, aufmerksam etwas wahrzunehmen und zu tun und dabei ganz bei dieser einen Sache zu sein. Dabei sind es kleine, quasi alltägliche Handlungen, die, bewusst und mit Muße durchgeführt, zur Achtsamkeit führen können!

Wir haben uns verschiedene Übungen ausgesucht, die wir gemeinsam in der Schule immer wieder praktizieren. Auch zuhause alleine oder mit deiner Familie kannst du diese Übungen praktizieren, um dich besser zu entspannen oder aufmerksamer zu werden.

Probiere es einfach aus!

(Zusammengestellt von M. Tinnacher)
(Quellen: Ernst Klett Verlag, Stuttgart, 2019
www.zebrafanclub.de)

ACHTSAMKEITSÜBUNGEN


Übung: Grounding - Füße spüren

Die Kinder suchen sich einen Platz im Raum und stehen dort barfuß (ggf. auf Socken) mit aufrechter Körperhaltung mit beiden Füßen fest auf dem Boden.
„Stell dich gerade hin. Nimm die Hände aus den Hosentaschen, lass die Arme an den Seiten baumeln. Das Gewicht ist gleichmäßig verteilt.“ „Fühlen sich deine Füße schwer oder leicht an? Angespannt oder entspannt? Gib etwas mehr Gewicht auf deine Zehen. - Wie verändert sich das Gefühl? Was passiert, wenn du dein Gewicht auf die Fersen verlagerst? Werden deine Füße vielleicht wärmer?“
Die Kinder bleiben 2 bis 3 Minuten in dieser Position stehen und spüren bewusst den Kontakt zum Boden.

Übung: Breathing

„Lege deine Hände auf den Bauch und atme tief ein und wieder aus. Achte darauf, was passiert. Der Bauch wird größer und zieht sich wieder ein. Bleibe im Rhythmus: Einatmen-Ausatmen-Einatmen... Damit uns das gleichmäßige Atmen noch leichter fällt, habe ich einen magischen Ball mitgebracht, unseren „Breathing-Ball“. Beobachte den Ball während du atmest und mach´mit.“
Der Ball wird weitergegeben und jeder Teilnehmer atmet mit dem Ball 2-3mal.

Übung: Sa Ta Na Ma

Diese Übung ist eine Meditation aus dem Kundalini-Yoga für Kinder, vereinfacht ist die Sa-Ta-Na-Ma-Meditation. Sie ist als gutes Handwerkszeug gedacht, auf das Kinder zurückkommen können, wenn sie verärgert oder besorgt sind. Mit jeder Silbe berührt das Kind mit dem Daumen einen der anderen Finger.
Also bei „Sa“ berühren sich Daumen und Zeigefinger, bei „Ta“ berühren sich Daumen und Mittelfinger und so weiter. Wenn alle vier Silben durch sind, geht es wieder von vorne los, so lange man mag.
Mögliche Ideen zum Vorsagen als positive Verstärkung könnten sein:
„Ich bin konzentriert.“
„Ich bin hellwach.“
„Ich höre aufmerksam zu.“
„Ich werde schön schreiben.“

Diese Übung sollte mindestens 5-10mal wiederholt werden und mit fester Stimme gesprochen werden. Auch vor den Hausübungen kann diese Meditation eingesetzt werden, um bewusst zu atmen, dass man entspannt und konzentriert wird.

Steigerung - Führe die Übung mit geschlossenen Augen durch!